Obwohl wir immer mehr über das Virus und seine Verbreitung wissen, bestehen weiter gewisse Unsicherheiten darüber, wo die höchste Ansteckungsgefahr ist und wie man sich am besten schützt.

Aufgrund theoretischer Überlegungen wurde zeitweise ein erhöhtes Infektionsrisiko in Zahnarztpraxen vermutet. Bei der Behandlung entstehen Aerosole, d.h. fein verteilte Sprühnebel durch manche Behandlungsinstrumente. Diese sind grundsätzlich zur Übertragung von Krankheitserregern geeignet.

Diese Erkenntnis ist aber schon über 20 Jahre alt. Seit dieser Zeit wurden die Hygienestandards in den Zahnarztpraxen weltweit angepasst. Aerosole werden minimiert und alle Oberfläche und Instrumente so behandelt, dass eine Übertragung auf andere Patienten praktisch ausgeschlossen ist.

Die Auswertung der Verbreitung des Corona-Virus in den weltweiten Pandemie-Schwerpunkten in 2020 zeigte, dass in Zahnarztpraxen keine relevanten Übertragungen vorkamen – und das auch in der Zeit, in der das Corona-Virus noch gar nicht wirklich bekannt war. Es wird vermutet, dass allein schon die bisherigen Hygieneregeln in Zahnarztpraxen ausgereicht haben, der Ausbreitung dort entgegenzuwirken.

Trotzdem werden seit der Pandemie v. A. in deutschen Zahnarztpraxen erhebliche zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um das theoretische Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren. Nach dem aktuellen Stand besteht daher keine erhöhte Gefahr, sich in Deutschland bei Zahnbehandlungen mit dem Corona-Virus zu infizieren.

(Stand: November 2020)

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